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Implementierung einer Disziplin ausserhalb der Sozialwissenschaften

Um den Nutzen von SWISSUbase für andere Institutionen zu demonstrieren, wird neben den Sozialwissenschaften auch eine weitere wissenschaftliche Disziplin als kombinierbares Metadatenpaket implementiert. Als zusätzliche Disziplin wurde die Sprachwissenschaft ausgewählt, und deshalb wird die linguistische Forschungsgemeinschaft an den Universitäten Zürich und Lausanne zur Definition des kombinierbaren Metadatenmodells beitragen. Es gibt hauptsächlich zwei Gründe für diese Wahl. Erstens unterscheiden sich die von Linguisten produzierten Daten stark von sozialwissenschaftlichen Daten und umfassen audiovisuelle Daten, Geodaten sowie Textdaten. Diese Daten werden es uns ermöglichen, ein sehr breites Spektrum an Daten abzudecken und stellen somit einen idealen Test für die zukünftige Implementierung anderer Metadatenschemata und damit für den interdisziplinären Charakter der Anwendung dar. Außerdem wird die von der Linguistengemeinschaft zur Verfügung gestellte Datenmenge ca. 600 TB betragen und somit geeignet sein, um die Anwendung für die Verarbeitung großer Datenmengen vorzubereiten. Zweitens ist die Linguistikabteilung der Universität Zürich sehr motiviert teilzunehmen. Die Mitglieder des University Research Priority Program (URPP) Language and Space sowie des Zurich Center for Linguistics (ZüKL) werden bei der Implementierung der Component MetaData Infrastructure (CMDI) für die Sprachwissenschaft in Zusammenarbeit mit Mitgliedern der Gruppe für Computerlinguistik an der Universität Lausanne eine wichtige Rolle spielen. Darüber hinaus soll SWISSUbase zum nationalen Repository für linguistische Daten werden und somit mit der CLARIN (European Research Infrastructure for Language Resources and Technology) Knowledge Sharing Infrastructure auf europäischer Ebene kombinierbar sein.
Die Geowissenschaften werden die dritte Disziplin sein, die nach den Sozial- und Sprachwissenschaften umgesetzt wird. Die Umsetzung wird von der Universität Lausanne geleitet (Professoren Stuart Lane und Pietro de Anna von der Fakultät für Geowissenschaften und Umwelt). Das Metadatenschema für die Geowissenschaften wird in der ersten Phase des Projekts nicht implementiert, aber Vertreter der Nutzergemeinschaft werden von Anfang an aktiv einbezogen, um die Integration vorzubereiten. Zusätzlich wird eine angepasste Benutzeroberfläche definiert und konfiguriert. Die Erkenntnisse aus diesem Workpackage werden in einem Handbuch für die zukünftige SWISSUbase Plattform dokumentiert.